Projekt Havel

 

Insgesamt 190 Althandys konnten im Monat Mai 2016  dem Entsorger und damit weiteren Projekten  an der Havel zur Verfügung gestellt werden.

 

Weiterhin können Althandys im Naturparkzentrum in Milow abgegeben werden.


NABU und Buga-Zweckverband besiegeln Kooperation auf der Havel

WESTHAVELLAND - Die Besucher der Bundesgartenschau 2015 werden in zwei Jahren an fünf Standorten gestaltete Gartenschauparks erleben und zugleich die naturnahe Flusslandschaft Untere Havel genießen können. Damit beides möglich ist, haben gestern der Geschäftsführer des Buga-Zweckverbandes Erhard Skupch und Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller einen Kooperationsvertrag unterschrieben.. mehr.

 Und was wäre ein besserer Ort dafür als die Havel selbst? Deshalb wurden Mitglieder beider Verbände sowie Medienvertreter zu einer Schiffstour von Havelberg bis zur Drosselinsel nach Vehlgast eingeladen.

Dabei gab es viele Informationen zum Flussrenaturierungsprojekt, das sich nach längerer Vorbereitung mittlerweile in der Umsetzungsphase befindet. Ein Beispiel dafür ist die Drosselinsel bei Vehlgast, wo ein Altarm der Havel angeschlossen wird. Aufgrund hoher Kosten schon fast wieder auf Eis gelegt, war es Dank der Bemühungen der Ortschaft Vehlgast-Kümmernitz und der Stadt Havelberg in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, die tonnenweise Sand wegbrachte, möglich, die Voraussetzungen für die Anbindung zu schaffen, sagte Rocco Buchta. Er ist für das Renaturierungsprojekt verantwortlich und kündigte an, das in diesem und dem nächsten Jahr größere Baumaßnahmen erfolgen, so dass zur Buga schon einiges entlang der Havel zu sehen sein wird. Mit dem Ende der für insgesamt 25 Millionen Euro geplanten ersten Vorhaben rechnet er für das Jahr 2023. Bei der Drosselinsel profitierte das Projekt auch von einem Sponsor, der 120 000 Euro beisteuerte. Ihm zu Ehren erhielt der Bereich den Namen. Beide Projekte sind in ihrer Form einzigartig. Die Buga wegen ihrer verschiedenen Standorte auf 70 Kilometern zwischen Havelberg und Brandenburg, die Renaturierung wegen ihrer ursprünglichen Landschaft und der reichen Tier- und Pflanzenvielfalt. Die Havel steht dabei als verbindendes Glied für die Entwicklung eines naturnahen und sanften Tourismus weitab von Ballungsgebieten. „Die Havel wird wieder ein lebendiger Fluss, der aber genutzt und erlebt werden kann“, sagte Leif Miller. Alle Beteiligten zeigen sich überzeugt vom Gelingen des Vorhabens. Ronald Seeger, Bürgermeister von Rathenow und stellvertretender Verbandsvorsteher, sagte: „Das Motto ,Von Dom zu Dom – das blaue Band der Havel' macht sehr deutlich, wie wichtig der Fluss für die Buga ist. Das alles ist eine große Chance für die Tourismusentwicklung in der Region und wird sie bereichern.“ Die Kooperationspartner wollen von ein-ander partizipieren. Der Nabu plant zur Buga Infopunkte an allen fünf Standorten sowie Veranstaltungen auf dem Wasser.

(Von Andrea Schröder)


Schliepenplanke

RATHENOW - Die Handbreit Wasser unterm Bug, die man Bootsfahrern gemeinhin wünscht, ist in der Schliepenlanke bisweilen nicht vorhanden. Vor allem im Sommer komme es immer wieder vor, dass sich Kapitäne im Schlick festfahren, sagt ein Mitglied des Rathenower Motoryachtvereins, der an dem idyllischen Gewässer im Baumschulenweg sein Domizil hat.
Die Lösung des Problems ist relativ einfach. Man müsste den Damm, der den Havel-Altarm vom Hauptstrom trennt, öffnen. Dann käme Bewegung in das stehende Gewässer, die Gefahr der Versandung wäre gebannt.
Alle Pläne zum Anschluss der Lanke scheiterten bislang an einer Datsche auf der Halbinsel, die von Lanke und Havel umspült wird. Beim Öffnen des Dammes hätte man eine Brücke an dessen Stelle bauen müssen, um dem Besitzer den Zugang zu seinem Grundstück zu ermöglichen. Ein unbezahlbarer Aufwand.
Doch nun haben sich die Eigentumsverhältnisse geändert. Der Datschenbesitzer hat sein Grundstück an den Naturschutzbund verkauft. Und damit den Weg frei gemacht für den Anschluss des Altarmes.
Hört sich einfacher an, als es ist. Denn umsonst ist ein solcher Anschluss nicht zu haben. Rocco Buchta, Leiter des Nabu-Projektes Havelrenaturierung, gab den Abgeordneten des Umweltausschusses am Mittwoch einen Überblick über die Kosten: Mit rund 400 000 Euro müsse man rechnen, so Buchta. Allein die Planung schlage mit rund 115 000 Euro zu Buche, weil verschiedene Gutachten zu erstellen seien. Für die bauliche Umsetzung seien rund 230 000 Euro auszugeben. Dabei gehe es nicht nur darum, den rund sechs Meter breiten Damm zu entfernen. Vor allem müsse die Schliepenlanke entschlammt werden. Denn auch wenn man den Anschluss herstelle, werde die Strömung nicht ausreichen, alle Sedimente wegzuspülen, die sich im Laufe von Jahrzehnten abgesetzt hätten.
Was die Finanzierung des Vorhabens angeht, machte Buchta den Abgeordneten Hoffnung. Zwar könne das Vorhaben nicht mehr in das Nabu-Projekt Havelrenaturierung aufgenommen werden. Aber das brandenburgische Umweltministerium habe signalisiert, das Vorhaben zu fördern. 90 Prozent der Kosten würden, sollte der Antrag positiv beschieden werden, vom Land übernommen.
Erst einmal muss der Antrag gestellt werden – und zwar von der Stadt Rathenow als Träger des Vorhabens. Im Rathaus ist man dazu fest entschlossen. Mit Hilfe des Nabu habe man die notwendigen Unterlagen bereits zusammengestellt, so Bauamtsleiter Matthias Remus. Noch im Dezember werde man den Antrag stellen. Wird dieser bewilligt, sollen nach Auskunft Buchtas im kommenden Jahr die erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden. Ende des Jahres 2013 könnte der Bau beginnen, vollendet würde alles im Sommer 2014. „Ziel ist es, bis zur Bundesgartenschau fertig zu sein“, so Buchta. Zum einen würden im Jahr 2015 Anlegeplätze für Bootstouristen benötigt, die mit Öffnung der Schliepenlanke geschaffen würden. Zum anderen wäre der Altarmanschluss ein ideales Vorzeigeprojekt, um Bugabesuchern die Havelrenaturierung näher zu bringen. (Von Markus Kniebeler)

Handys für die Havel

 

Auf seiner Festveranstaltung hat der NABU RV zur Abgabe von Althandys aufgerufen. Die Teilnehmer sind dem gefolgt und wir konnten insgesamt 105 Handys für das Havelprojekt sammeln. Die Telefone sind bereits auf dem Wege zur Verwertung. 
Die Spendensumme geht an das Havelprojekt. 

 

 

Dieses Projekt hat gleich 2 Vorteile: Zum einen kann die Untere Havel durch die Spenden wieder in ihren Naturzustand versetzt werden, d. h. alte Flutrinnen werden aktiviert, Uferbefestigungen wieder zurückgebaut, sodass z.b. der Eisvogel wieder Nistmöglichkeiten findet, Altarme wieder angeschlossen und Fischwanderhilfen eingerichtet. Zum anderen werden die Althandys wiederverwendet oder umweltgerecht recycelt. So wird einerseits verhindert, dass die in Handys giftigen Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber in die Umwelt gelangen und andererseits wird durch die Wiederverwendung alter Handys der CO2- Ausstoß, der bei der Produktion neuer Handys entsteht, verringert. 
Also geben auch Sie Ihr Althandy beim NABU ab!